70 euro bedingungsloses Grundeinkommen?

was machen wir mit 70 euro bge?

ein vorschlag, das bge langsam einzuführen, veranlasste mich darüber nachzudenken. der vorschlag war, mit 70 euro anzufangen und diese in die bisherigen sozialleistungen hineinwachsen zu lassen. was könnte passieren? lasst uns mal darüber gemeinsam nachdenken!

von seiten der betroffenen: alles gleich, nur statt 150 geldquellen sind es dann 151. also passiert nix.

von seiten derer, die das bge und sozialleistungen nicht benötigen: 70 euro zusätzlich zu den 22.000. juhuuu! der steuerausgleich wird wie gehabt gemacht. also passiert nix.

von seiten des staates: jetzt wird es interessant! weil zu den 150 sozielleistungen kommt hinein wachsend das bge in höhe von 70 Euro.

in Ö ist das existenzminimum in höhe der mindestsicherung (ca. 890 euro). wenn es hineinwachsend ist, dann bekommt man 820 euro mindestsicherung und 70 euro bge (hineinwachsend). dann ist es jedoch per definition nicht bedingungslos.

des weiteren bekämen alle bürger österreichs das bge. d.h. die kosten für das bge der nicht bedürftigen müssten tatsächlich einfach als ein mehr zu den heutigen sozialleistungen dazu addiert werden. unterstelltes ziel: scheinbar bge-befürworter lassen die kosten explodieren, damit das projekt „bge“ zu den gescheiterten projekten ad acta gelegt werden kann.

wenn das bge allerdings in einer höhe ausgezahlt würde, von der jeder mensch leben kann und keine weitere sozialhilfe in anspruch nehmen muss, dann würden sich die mehrkosten aus den einsparungen durch die verminderte bedürftigkeitsprüfung finanzieren lassen. (siehe auch mein artikel vom 26.08.2013). die darüber hinaus benötigten sozialleistungen wie pflegegeld würden weiterhin ausgezahlt. wegfallen könnten ALG, notstandshilfe, karenzgelder jeder art, kinderbeihilfe, mindestsicherung, fahrtkostenzuschuss,…zumindest allerdings fielen schätzomativ 70 % der personalkosten der bedürftigkeitsprüfer weg und die dazugehörigen gebäudekosten. welche höhe macht also sinn? entscheiden sie selbst.

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Sandra Mayer
geboren 1974 in Wien, hat 1996 an der HBLA in Wien maturiert.
Sie arbeitete zehn Jahre lang jeweils auf Basis von Zeitverträgen in verschiedenen Unternehmen, sodass sie eine sehr breite Berufserfahrung in unterschiedlichen Branchen und mit verschiedensten Menschen gewinnen konnte, auch atypische Beschäftigungsverhältnisse sind ihr daher nicht fremd.
Nach ihrer berufsbegleitenden Ausbildung zur Sozialarbeiterin von 2008 bis 2011 an der FH hat sie in verschiedenen Institutionen wie dem Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser, Wiener Hilfswerk, Fond Soziales Wien sowie dem Sozialökonomischen Betrieb für substituierte Menschen „Fix und Fertig“ gearbeitet.
Sandra ist an Multipler Sklerose erkrankt und daher seit 2016 in Berufsunfähigkeitspension.

1 Kommentar zu “70 euro bedingungsloses Grundeinkommen?

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